Jul 16, 2012

MST traf Medizin: Regionalkonferenz zeigte relevante Zukunftsthemen

Jul 16, 2012
Medizin und Mikrotechnik sind zwei Kernbranchen des Wirtschaftsstandorts Dortmund. Ein Erfolgsbeispiel ist das Unternehmen Boehringer Ingelheim microparts, das die Serienproduktion für medizintechnische Geräte in Dortmund aufgebaut hat. Deshalb stand die 9. MST-Regionalkonferenz NRW unter dem Motto „Mikrotechnik trifft Medizin“. Die hohe Anzahl von 140 Teilnehmern aus ganz Deutschland – darunter viele Anwender – spricht dafür, dass das Thema in weiten Kreisen auf großes Interesse stößt.

Der erste Konferenztag zeigte einen Querschnitt relevanter Themen, angefangen mit der Zellforschung, über verschiedene Applikationsbeispiele von MST in der Medizin, bis hin zur Zertifizierung von Medizinprodukten und Möglichkeiten der Projektförderung beim BMBF. Zum Abschluss gab Dr. Eike Wenzel vom Institut für Trend- und Zukunftsforschung einen Ausblick auf die Zukunft der personalisierten Medizin (höhere Effizienz von Wirkstoffen und höhere Sicherheit für Patienten).
Am zweiten Tag beschäftigten sich zwei gut besuchte und lebhafte Vortrag-Sessions mit „Oberflächen-Beschichtungen und -Strukturen für Diagnostik und Therapie“ und „MST-Tools für die Medizintechnik“. Darin wurde unter anderem erläutert, wie neue Werkstoffe, wie z.B. Keramik oder Silikon, und funktionalisierte Oberflächen Implantate länger haltbar und besser verträglich machen. Implantate werden in Zukunft mehr als nur einfache „Ersatzteile“ sein. Durch den Einsatz von intelligenten Werkstoffen, werden Implantate künftig aktiv die Regenerierung von Knochen und Gewebe fördern und Abstoßreaktionen entgegenwirken.

Miniaturisierte Analysensysteme, die einfache und schnelle Diagnosen unmittelbar beim Patienten ermöglichen, stellen einen großen Fortschritt in der Medizin dar: Unter dem Stichwort Personalized Oral Drug Delivery wurde z.B. ein Sensor in Pillenform vorgestellt, der nach Einnahme die Umgebungsdaten wie Blutwerte misst und gezielt und genau dosiert Wirkstoffe freisetzt. Dieses intelligente Medikamentenabgabesystem befindet sich heute bereits in der Anwendung.

Kontakt: Iris Lehmann, IVAM
il@ivam.de

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